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Prosa von Mugwump 

 


 

Auszug - Orange, glaubt mir keines meiner Worte

153. keine Angst mehr?

Einfach nur geil – man kann einfach so umkippen – einfach nur so ins Unglück stürzen – ohne Sinn – das neuerliche Verlangen nach Kokain – der Körper wird abgebaut – ein ganz kleines bisschen nur – nur noch ein wenig mehr – aber euch bleiben noch viele Träume.
Ich hätte mir nicht träumen lassen das jemand mit mir tauschen will – ich bin jetzt stark – ich bin schön – ich bin gut – ich bin deprimierend.
Die Suchtbestände vernichtet – und die andere Seite ist so faszinierend – ich möchte diese Gedanken nach dem Aufstehen nicht missen – ich stürze in meine Arroganz – Tier – fast übertrieben.
Harmlos wirkende Konventionen der Gesellschaft – aber sie sind furchteinflössend – wie das weiße Pulver – wie Kokain – bekomme ich wieder etwas davon? – dieses Verlangen – und ich hab so viel mehr.
Lasst sie nicht wieder los – sie können so verheerend sein – unbekannte Ziele – ich habe mir genommen was übrig blieb vom Morgenrot – und ich bin zufrieden – aber kann das jemand nachempfinden was ich empfinde? – ich kann es nicht mehr lange aufhalten.
Eine neue Nacht beginnt – Zeit für neue Gratgänge – ich habe die Grenzen überschritten – und ich will nicht das andere in meine Erfahrungen eindringen – ich fand diese beschissenen Substanzen – alles hat seine letzte Kippe – der letzte Gott – der genaue Sinn – ihr werdet noch dahinter kommen.
Schaut her – ich bin selber einer – ich werde dies auch noch im Alter sagen können – ich verließ die Ufer – ich habe längst die Verluste vergessen, die andere mir zufügten – ich will hin zu diesem göttlichen Morgenrot.
Ein anderer Tag – Obsidianklinge senkte sich auf seine Brust herab – du wirst ihr gehören – du wirst den Zeit-Nazis für alle Zeit gehören – alles wird dich umfließen – lass es zu – es muss ein Opfer erbracht werden – dann werden sie zu Staub zerfallen – sie werden in der Bleiwüste enden.
Sie würde sich einen anderen Exzess antun – auch wenn sie sagte es wäre das Schlimmste – ich habe nicht gedacht – ich habe gewusst – es wäre ihre letzte Dosis Kokain – ich wusste der Kokainkonsum würde sie die Gerechtigkeit erleben lassen – so ist es – habe es selbst erlebt – das Fegerfeuer des Verstanden machte mich froh – und so ging sie.
Ich lächelte zurück, frei von wirklicher Angst – ich fordere den letzten König zum Duell – Kokain würde ihn unterstützen – jetzt noch eine Line ziehen – meine Geschichte ist die des Wahnsinns – ich kenne nichts vergleichbares – ertränke mich in deiner Substanz, Gott.
Verhindere meine Sucht – ersticke mich – ich wäre genauso schnell mit erhängen – wie kann ich so etwas schaffen? – was soll ich ohne Befriedigung machen? – es muss eine geben – es ist doch nichts – ein letztes bisschen Kokain – los – bring mich um – erfülle mich – für immer diese einzigartigen Wonnen.
Auf keinen Fall darf sich die Nacht über uns legen – nie – ich finde es zu geil und aufregend mich durch diese unbekannten Weiten treiben zu lassen – es ist nicht abschreckend – in diesen Erfahrungen verweilen – etwas Alkohol bitte – keine Stagnation der Menschheit – und weiter.
Die grüne Dschungelhölle gibt mir Sicherheit – man merkt das Feuerzeug nicht – ich habe akute Freiheit – der Cancercowboy ist naiv und dessinformiert – und ich weiß von denen – ich mache keine Fehler – das gibt einem ein Gefühl von Stärke – verabschiede dich – groteskes Lebewohlsagen – ich bin jetzt so wie ich sein würde – komm mit mir in 5 Jahren – vielleicht haben sich auch deine Grenzen dann verschoben – verlasse die eigene Kontrolle – du wirst stark genug sein – du bist menschlich .
Ich schwimme in diesem Sinn – wann komme ich? – Erfahrungshorizonte erweitern – wir sind noch jung – und ich hoffe ich werde eingebettet in weiche Watte.
Tod durchtrennt die Angst – müssen vor dem Sterben flüchten – rechtzeitig erleiden – Leidensfähigkeit beweisen – seltsam – aber es wird funktionieren.
Ich greife mir das Opfer meines Lebens – erogene Lichterwelt der Großstadt – alles ist möglich – nach unten ziehen lassen – verweilen – ein Quickie – weiter – Erfahrungen überleben den kommenden Tag – höchstens die Gedanken filtrieren – ich war zu tief in den Wald am Mekong eingedrungen – völlig ahnungslos – ich zündete mir meine letzte Kippe an – die gefangenen Menschen ritten davon – seit dem ich entdeckt habe das ich Drogen liebe – ich kann mir eine andere Welt vorstellen.
Ich bin jetzt in deinem Verstand – ich bin mit dir – probiere selbst den riesigen Ozean aus – den Blick nach vorn in die Bereiche des eigenen ICH’s – ich rate jedem – hinaus ins Ziel.
Gib dich nicht dem Kokain hin – die Wirkung ist nicht so geil – man hat nur die leere Eifersucht um sich zu verbrennen – Verlangen ist Strafe für Gier – kannst du nachempfinden wie ich für meine Sünden bezahlen muss? – grade wo ich dies schreibe habe ich ein Lächeln auf meinem Gesicht.
Die andere Seite war die Seite des Selbstbetruges – wenn ich wieder dran denke – ich werde es nicht mit einer Silbe erwähnen – sie werden dir vom Pulver erzählen – es wird ein Feuer auslösen – wenn ich Glück habe wird mir deine Eifersucht erspart bleiben – wer hat nur solche Substanzen erfunden? – wo ist der Sinn des Suffs? – nur so zum Zeitvertreib – gebt mir doch bitte etwas zu tun – ich will endlich ruhen – kein Kokain – einzigartige Tiefen – ich muss DU sein.
Zweck ist einfach nur säuselndes Nichts – Grund warum ich die Klangwelten betrat – die Ruhe in diesem nächtlichen Schwarz – abwarten – der Tag kommt – schnell versteck dich – ich habe keine Angst mehr.
Das schwarze Fleisch reift im Sommerwind – Zerstückeln – Filtrieren – Zerstäuben – Notizen anlegen – alles muss dokumentiert werden.
Kokain ist die Metapher auf den Zustand unserer Gesellschaft – begreift es endlich – ihr seid alle dermaßen am Arsch – wir sind kurz vor dem Aus – Synonym für den Untergang.
Orange ist die Zukunft – Orange ist die Droge – auf in die neue Welt – baut eine neue Opaldimension auf – sie ist die Zukunft – wer braucht schon einen Sinn – ihr selbst seid der Sinn – macht euch frei von euren Wörtern – von euren leeren Phrasen – befreit euch von euren Konventionen.
Kommt raus aus dem Wort – beseitigt den ganzen Schmant – ich werde es versuchen – macht mit – nichts ist wie es scheint – alles ist nur so wie ihr es erfahren wollt – glaubt euch kein Wort – glaubt nicht euren Sinnen – vertraut nicht eurer Wahrnehmung – die ist determiniert.
Kommt raus aus dem Wort – kommt raus aus euren Bildern – lasst euch nicht länger von ihren Bildmonopolen manipulieren und missbrauchen – und – glaubt mir keines meiner Worte – das ganze Leben ist nur Fiktion – das ist alles nur Fiktion?



btw., sollte ich irgendwann, irgendwo, irgendjemanden erwischen, wie er meine Gedanken stiehlt und als seine eigenen ausgibt... ich werde ihn töten... derjenige wird wünschen er wäre in der Hölle.

 

© Mugwump


 

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