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Lyrik von Freegammler 

 


 

LEISE

Und die Nacht klopft leise,
um nicht unsere beherzte Magie zu zerstören.
Das Leben ist eine beschwerliche Reise,
doch bis zur Abenddämmerung tanzen wir leise.

Mein Herz klopft bescheiden und leise,
ich lasse mich willenlos von deiner Liebe betören.
Ich weiß, ich bin alles andere als weise,
doch bis zur Abenddämmerung tanzen wir leise.

Die Zukunft flüstert mir ins Ohr, ganz leise,
ich kann sie kaum hören.
Warum drehe ich mich andauernd im Kreise?
Doch bis zur Abenddämmerung tanzen wir leise.

Und der Morgen klopft leise,
um nicht unsere kindlichen Träume zu zerstören.
Ich brauche von dir für deine Minne keine Beweise,
denn bis zur allerletzten Abenddämmerung tanzen
wir leise.

© Freegammler


ALLES IST DASSELBE

Nichts ist sonnenklarer als die Nacht.
Das ewig tote Licht bewacht
das Treiben hier auf Erden,
wo wir entstehen und sterben.
Alles, ja alles ist dasselbe-
vom lachenden Mond pflück´ ich das Gelbe.

Ist dir einfach alles egal,
bist du ein Buddhist.
Lebst du gottlos im Jammertal,
bist du ein Atheist.
Alles, ja alles ist dasselbe-
vom treuen Mond pflück´ ich das Gelbe.

Hat man dich verlassen,
wirst du wieder einen treffen.
Allein durchstreifst du die dunklen Gassen,
ach, du bist einzig und allein vom Leben selbst
besessen.
Alles, ja alles ist daselbe-
vom freundlichen Mond pflück´ ich das Gelbe.

Nur das Leben selbst ist lebenswert,
im Tod werden wir weitersehen.
Heute koche ich mir was auf dem Herd,
morgen vielleicht wird´s mich nicht mehr geben.
Alles, ja alles ist dasselbe-
vom nahen Mond pflück´ ich das Gelbe.

© Freegammler


MEINE HÜNDIN

Meine Hündin,
eine verschlafene
Erdnußbutter nur,
ist beim Betteln
wirklich stur.

Meine Hündin,
stets auf der Lauer,
ist eine alte Dame,
doch beim Betteln
ist sie die Unzahme.

Meine Hündin,
Mara ihr Name,
ist voller Energie,
zumindest beim Betteln.
Sie leibt und lebt
dank ihrer Fressnostalgie.

© Freegammler


DIE GANZE WEITE WELT

Die ganze weite Welt
liegt in festem Schlaf.
So rießig ist das Himmelszelt,
mein Geist ist messerscharf.

Die ganze weite Welt
döst unverdrossen vor sich hin.
Wo bleibt das Entgelt?
Was ergibt einen Sinn?

Die ganze weite Welt
lauert unter Sägespänen.
Mein Baum wurde gefällt,
übrig geblieben sind gutgemeinte Tränen.

Die ganze weite Welt
verbirgt sich im Stillen.
Die große Leere bellt:
Folge deinem Willen!

© Freegammler


 


ALLE ANDEREN SIND

Draußen erwacht das Leben.
Nur der Mensch darf wählen.
Alle anderen sind.

Draußen erwacht die Nacht.
Nur der Mensch kann zählen.
Alle anderen sind.

Draußen erwacht der Tod.
Nur der Mensch will sich quälen.
Alle anderen sind.

Draußen erwacht der Tag.
Nur der Mensch muss stehlen.
Alle anderen sind.

© Freegammler


 

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